Warum hat Japan Pearl Harbor angegriffen?
-- Japanische Wut gegen westlichen Rassismus
Dies ist eine Zusammenfassung von Jun Kitahara's neuem Buch,
das in japanischer Sprache unter dem Titel
"Naze Taiheiyo Senso ni nattanoka" (Warum ist der pazifische Krieg ausgebrochen?)
im Jahre 2001 beim TBS-Britannica Verlag in Tokyo erschienen ist.
Dieses Buch basiert auf ausgiebigen Forschungen!
(Jun Kitahara ist Michio Kitahara's Schriftstellername, wenn er
in japanisch veroeffentlicht).
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http://www.ifrance.com/p-h-g/japan_ph_e.php
Ausserhalb von Japan, speziell in Amerika, ist wenig bekannt,
dass ein Hauptgrund, vielleicht der entscheidende Grund,
warum Japan Pearl Harbor angegriffen hat,
das Ergebnis aus Japans langwaehrendem Hass und Feindschaft
gegen den Westen war, einschliesslich Japans heftiger Reaktion
gegen den Rassismus in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika,
der am Anfang des 20.ten Jahrhunderts in Erscheinung trat.
Um zu verstehen, warum Japan Pearl Harbor angegriffen hat,
ist es notwendig, Japans Beziehungen mit dem Westen ueber die Jahrhunderte zu studieren.
Es begann mit Portugal und Spanien im 16.ten und 17.ten Jahrhundert.
Portugiesen verkauften Japaner als Sklaven
Der erste Kontakt zwischen Japan and Europe fand statt, als
die Portugiesen im jahre 1543 in Japan ankamen.
Zuerst haben die Japaner die Portugiesen freundlich empfangen
und die japanische Regierung erlaubte Handel und Missionarsaktivitaeten
durch die Portugiesen und spaeter auch durch die Spanier.
Aber im Jahre 1587 entdeckte Toyotomi Hideyoshi, der das de facto Oberhaupt des Staates war,
abschaeuliche Aktivitaeten seitens der Portugiesen.
Zu seinem groessten Erstaunen und Aerger,
haben die Portugiesen Japaner in grosser Zahl als Sklaven hauptsaechlich
nach Suedchina, Suedasien und Indien verkauft.
Es gibt einige Anhaltspunkte, dass japanische Sklaven
sogar nach Portugal und Argentinen verschleppt wurden.
Toyotomi Hideyoshi versuchte dies zu stoppen
und er bot sogar an, die japanischen Sklaven zurueckzukaufen.
Aber die Portugiesen in Japan, einschliesslich Handelsleute,
Jesuiten-Missionare und den portugiesischen Koenig kuemmerte
der japanische Aerger nicht.
Sie gaben zwar vor, taten aber nichts um den Sklavenhandel zu beenden,
aber es ging wie bisher weiter.
Dies war genug um ein stark anti-portugiesisches, anti-europaeisches
und anti-christliches Gefuehl unter den Japanern zu erzeugen.
Dann fand im Jahre 1596 eine historische Entscheidung statt.
Ein spanisches Schiff benannt San Felipe sank in der naehe Japans
und die Besatzung wurde von den Japanern gerettet.
Es wurde berichtet, dass einer der Besatzung des Schiffes den Japanern verriet,
dass Spanien, um ein fremdes Land zu kolonialisieren,
zuerst Missionare schickt und sobald die Einheimischen zu Katholiken bekehrt waren,
wuerde Spanien Militaer senden, um das Land einzunehmen.
Als Toyotomi Hideyoshi, der bereits
extrem feindlich und argwoehnisch gegenueber den Europaern war,
vom San Felipe Unfall und den Aussagen der Besatzung Kenntnis erlangte,
handelte er schnell und entschieden.
Er verhaftete sechs spanische Missionare und zwanzig konvertierte
Japaner und lies sie im Jahre 1596 hinrichten.
Nach Toyotomi Hideyoshi uebernahm die Tokugawa Familie die Macht in Japan
und diese fuehrten seine Politik gegen diese Auslaender fort.
Im Jahre 1613 war das Christentum in Japan komplett ausgerottet
und die christlichen Kirchen waren zerstoert.
Im Jahre 1641 verschloss Japan die Landesgrenzen
fuer alle Auslaender; ausgenommen davon war lediglich
ein sehr begrenzter Kontakt mit den Chinesen und den Hollaendern.
Auf diese Weise isolierte sich Japan
vom Rest der Welt ueber mehr als 200 Jahre
und entwickelte seine eigene Zivilization und Identitaet.
Aber im Jahre 1853 aenderte sich alles.
Perry's Bedrohung fuer Japan
Im Jahre 1853 erreichte die Flotte der amerikanischen Kriegsmarine, gefuehrt von
Commodore Perry, Japan und forderte, dass Japan seine Abgeschlossenheitspolitik
beendet und das Land nach aussen oeffnet.
Perry unternahm diese Mission zur Oeffnung Japans
unter dem Auftrag des Presidenten Fillmore. Dieser Auftrag bestand
aus drei sehr klaren Zielen.
Zuerst sollte Japan Rettung und Hilfe leisten, fuer den Fall, dass
amerikanische Schiffe im Pazifik sinken.
Die Vereinigten Staaten verlangten dies, weil die Amerikaner zu dieser Zeit,
zwei wichtige kommerzielle Aktivitaeten im noerdlichen Pazifik ausuebten,
(1) Pelzhandel mit Alaska, und (2) Waalfang im grossen Ausmass,
um Oel fuer Beleuchtung in amerikanischen Haeusern zu gewinnen.
(Es ist anzumerken, dass die Amerikaner die Gesamtanzahl der Waale
im Pazifik aktiv und signifikant reduzierten.)
Zweitens wollten die Vereinigten Staaten Japan als Basis fuer Brennstoff- und Wasserversorgung
amerikanischer Schiffe benutzen, die zwischen den Vereinigten Staaten und und China ueber
den Pazifik verkehrten.
Drittens wollten die Vereinigten Staaten auch mit Japan handeln.
Aber wegen der schlechten Erfahrungen mit Portugal und Spanien
in der Vergangenheit, wiess Japan diese Forderungen der Amerikaner entschlossen zurueck.
Als Perry realisiertem, dass die Japaner entschlossen waren,
ihr Land nicht zu oeffnen, beschloss er Japan zu bedrohen,
indem er ihnen die militaerische und technologische Macht der Vereinigten Staaten demonstrierte.
Er bedrohte die Japaner fuer den Fall einer Weigerung mit einer Invasion und Einnahme Japans
durch die Vereinigten Staaten.
Als Folge war Japan gezwungen den Amerikanern nachzugeben
und oeffnete im Jahre 1854 das Land, indem sie ein Abkommen unterzeichneten.
Japans Entschluss eine Militaermacht zu werden
Weil die Japaner gezwungen waren zu realisieren, dass sie den
ungerechten Forderungen der Amerikaner nachgeben mussten,
weil sie militaerisch und technologsich unterlegen waren,
war ihre sofortige Reaktion, eine starke militaerische Macht aufzubauen, um sich,
nicht nur gegen die Vereinigten Staaten verteidigen zu koennen, sondern auch
gegen die Bedrohung aus Europa, wie England, Frankreich, Holland und Russland.
Japanische Intellektuelle waren unterrichtet ueber die beiden Opiumkriege
zwischen England und China und wie China hierbei elendig geschlagen wurde.
Die Japaner waren entschlossen nicht wie China zu werden.
Japan war in der Lage seine militaerische Macht in einer erstaunlich kurzen
Zeit aufzubauen.
Am Ende des 19.ten Jahrhunderts war Japan eine moderne Militaermacht.
Japan gewann den Sino-Japan-Krieg im Jahre 1895 und den Russo-Japan-Krieg
im Jahre 1905.
Japan war auf der Gewinnerseite des ersten Weltkrieges.
Auf Grund dieses Erfolges als Militaermacht, begannen die Japaner
zu glauben, dass Japan ein Land des ersten Ranges auf der Welt ist.
Sie betrachteten Japan als einen "neuen Typ einer westlichen Nation,"
um den weitverbreiteten Ausdruck vieler Politiker und politischer Philosophen
in Japan zu dieser Zeit zu benutzen.
Die Japaner wurden selbstgefaellig "Europa in Asien" zu sein.
Sie glaubten, Japan war mindestens so gut
und beachtenswert wie jede westliche Nation.
Der Aufstieg des "Gelben Gefahr"-Argumentes in Europa und Amerika
Aber vom japanischen Gesichtspunkt keimte eine ganz neue, total unerwartete
Entwicklung im Westen - naemlich eine stark anti-japanische Einstellung
in Europa und den Vereinigten Staaten, als auch in den Commonwealth-Laendern wie Australien.
Bereits nach Japans Sieg ueber China im Sino-Japan-Krieg,
drueckte Kaiser Wilhelm II in Deutschland
die rassistische Ideologie der sogenannten "gelben Gefahr" offen und direkt gegen die
Japaner aus. Dieser Rassismus wurde weiter gestaerkt durch Japans Sieg ueber Russland
im Russland-Japan-Krieg. Das Aufkeimen und die Entwicklung
eines solchen Hasses gegen Japaner war bemerkenswert, weil
in der Realitaet zu dieser Zeit, praktisch kein europaeisches Land irgendeinen bedeutenden
Kontakt mit den Japanern hatte. Auch gab es keinen Handelskrieg
zwischen Europa und Japan. Dies war gaenzlich ein Produkt
des rassistischen Denkens in Teilen von Europa.
Im Gegensatz dazu gab es einen offensichtlichen Grund,
warum sich eine anti-japanische Einstellung in den Vereinigten Staaten bildete, naemlich
japanische Einwanderer. Diese Immigranten aus Japan wurden angeschuldigt
zum Beispiel folgende Eigenschaften zu haben: (1) Rassenstolz, (2)
Unwillen sich anzugleichen; (3) hohe Geburtenzahl; (4) billige Arbeit; (5)
niedriger Lebensstandard, und (6) Loyalitaet gegenueber Japan.
Wegen dieser vielverbreiteten, anti-japanischen Einstellung der Amerikaner
stoppte President Roosevelt die Einwanderung der Japaner von Hawaii bis zu den
Vereinigten Staaten im Jahre 1907.
Im Jahre 1908 wurde Japan gezwungen damit einverstanden zu sein,
keine Reisepaesse mehr fuer Japaner auszustellen,
die beabsichtigten in die Vereinigten Staaten zu reisen.
Im Jahre 1913 wurde den Japanern im Land Kalifornien verboten,
Land zu besitzen.
Zusaetzlich gab es viele Versuche anti-japanische Gesetze zu verabschieden,
hauptsaechlich in Kalifornien, wie (1) Absonderung von
japanischen Wohneinheiten; (2) hohe Steuern fuer japanische Fischer; (3)
spezielle Steuern fuer Japaner; (4) Verbot von Verkauf von Alkohol
an Japaner; (5) diskriminierente Steuern fuer nicht-staatsangehoerige, hauptsaechlich
gerichtet gegen Japaner, und so weiter.
Es wurden auch anti-japanische Aktionen wurden durchgefuehrt.
In Berkeley und San Francisco, wurde japanischen Kindern
zeitweise verboten oeffentliche Schulen zu besuchen.
Viele japanische Arbeiter in Saegewerken wurden bei vielen Gelegenheiten angegriffen.
Farmen, Trockenwaeschereien, Frisoere und Restaurants, die Japanern gehoerten
oder von ihnen betrieben wurden, wurden bedroht oder angegriffen.
Diese Vorfaelle waren so weit verbreitet, dass es in Kalifornien im Jahre 1911 und 1912
Geruechte ueber einen bevorstehenden Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Japan gab.
Die Rueckweisung der japanischen Vorschlaege auf der Pariser Friedenskonferenz, den Rassismus zu verbannen
Die starken anti-japanischen Einstellungen sowohl in Europa als
auch in den Vereinigten Staaten wurden nach dem 1.ten Weltkrieg weiter verstaerkt.
Weil Japan mit England seit 1902 verbuendet war,
nahm Japan am 1.ten Weltkrieg teil und beendete ihn auf der Gewinnerseite.
Aber das war ein weiterer Grund fuer Europa und Amerika die Japaner zu hassen.
Als die Ausarbeitung des Planes einen Staatenbund zu gruenden,
der weitere Kriege, wie den 1.ten Weltkrieg in der Zukunft verhindern sollte,
auf der Pariser Friedenskonferenz diskutiert wurde,
schlug Japan vor, ein Rassendiskriminierungsverbot
in die Verfassung des Staatenbundes aufzunehmen.
Weil Politiker, Journalisten und die Massen in Japan gut informiert
waren ueber das, was in der Welt vorging,
gab es eine wohlausgebildete Volksmeinung ueber Japans internationale Position.
Die Japaner als Ganzes waren sich einig ueber die
Notwendigkeit einen Absatz in der neuen Verfassung des Staatenbundes
zu haben, um Rassendiskriminierung zu verhindern.
Fuehrende Zeitungen in Japan verbreiteten aktiv diese Idee.
Im Jahre 1919 gab es ein Treffen in Tokyo, um Rassendiskriminierung in der Welt
zu verhindern, und mehr als 300 Personen nahmen daran teil, einschliesslich
fuehrender Politiker.
Sie waren sich einig, dass Rassendiskriminierung
gegen Freiheit und Gleichheit verstiess, internationale Konflikte und Kriege
hervorruft, und dass internationale Abkommen sinnlos sind,
solange es Rassendiskriminierung gibt.
Zuerst waren die Vereinigten Staaten und England
nicht besonders feindlich gegenueber dem japanischen Vorschlag.
Aber die Situation war ganz anders fuer Australien, denn
zu dieser Zeit war Australien von einer extremen, anti-orientalischen Einstellung
bedraengt, was an der hohen Zahl chinesischer Einwanderer lag.
Aus diesem Grund war es unmoeglich fuer Australien eine solche Idee zu akzeptieren.
Dazu kam, dass, wie die britischen Kolonien vereint argumentierten,
wenn sie die Japaner als gleichgestellt ansehen,
muessten sie auch Inder und Chinesen als gleichgestellt akzeptieren
und das war fuer sie total undenkbar.
Canada schlug vor, den Ausdruck "Gleichheit der Nationen" statt
"Gleichheit der Personen" zu verwenden.
Aber Australien wiess diese Kompromisloesung entschlossen zurueck.
Die Vereinigten Staaten und England wurden von Australiens
extremer Feindschaft beinflusst und als Folge wurde der japanische Vorschlag
zurueckgewiesen.
Der Aufstieg der gewaltigen, anti-westlichen Einstellung in Japan
Weil es in Japan eine starke und einmuetige Meinung gab, eine solche Resolution
durchzubringen, ist es leicht zu verstehen,
dass sich nach dem Fehlschlag sie auf der Pariser Friedenskonferenz zu verabschieden,
eine sehr gewaltige Reaktion in Japan entwickelte,
Der Staatenbund wurde im Jahre 1920 gegruendet in der Art wie
der Westen ihn wollte - ohne Klausel gegen Rassendiskriminierung.
Danach, um alles noch zu verschlimmern, wurde die internationale Situation zusaetzlich
belastet durch Entwicklungen in den Vereinigten Staaten.
Die Vereinigten Staaten wollten ein neues Einwanderungsgesetz
verabschieden, um Orientalen daran zu hindern in die Vereinigten Staaten einzureisen.
Das Zieldatum war der 1. Juli 1924.
Japan erhob zahlreiche Proteste, um dies zu verhindern.
Masanao Hanihara, zu dieser Zeit der japanische Botschafter der Vereinigten Staaten,
schrieb einen offiziellen Brief datiert mit dem 10. April 1924
an den Staatssekretaer Hughes,
in dem er klarstellte, dass das neue Einwanderungsgesetz
extrem schwerwiegende Konsequenzen hat.
Die japanische Kriegsveteranenverein in Tokyo sandte einen Brief
an alle seine Mitglieder in Japan, in dem er begruendete,
dass die Verabschiedung des neuen Einwanderungsgesetzes
eine grosse Beleidigung fuer Japaner und fuer die japanesische Nation waere.
Am 5. Juni wurde ein anti-amerikanisches Treffen in der Sumo Arena in Tokyo
abgehalten und es gab sogar Personen dort, die schrien: "Erklaere Amerika den Krieg!"
Am 15. Juni, gab es ein aehnliches Treffen in Yokohama, wo
1500 Personen teilnahmen, und es wurde beschlossen,
die Amerikaner strengstens zu veranlassen, das neue Einwanderungsgesetz,
das die Japaner diskriminiert, nicht zu verabschieden.
Am 7. Juni, verschafften sich mehrere Maenner mit Samurai-Schwerten gewaltsam
Einlass in ein fuehrendes Hotel in Tokyo und bedrohten Leute
auf einer Tanzveranstaltung an der viele Auslaender teilnahmen.
In einem anderen Vorfall wurde die amerikanische Flagge
an der Botschaft in Tokyo heruntergerissen.
Fuehrende Zeitungen veroeffentlichten Editorials gegen das neue Einwanderungsgesetz
und sprachen sich gegen Rassendiskriminierung aus.
Ein Journalist, Osaka Asahi Shinbun, griff die Vereinigten Staaten
in seinem Editorial des 24. Juni 1924 heftigst an.
Es brachte zum Ausdruck, dass Japan auf ungerechte Art diskriminiert wurde.
Er schrieb: "Um unserer nationalen Ehre Willen, sind wir entschlossen
eine solche Praxis zurueckzuweisen. Selbst wenn wir schweigen, unser Blut kocht vor Wut."
Es ist sehr wichtig herauszustellen, dass, obwohl Einwanderung in die Vereinigten Staaten
ein wichtiges Thema war, aber der entscheidende Grund, warum die Japaner so wuetend wurden,
war der Art, wie sie den Kern der Angelegenheit verstanden.
Sie glaubten, dass Japan ein Staat ersten Ranges war,
da sie Kriege gegen China und Russland gewonnen hatten und eine bedeutende Macht
geworden sind.
Nichtsdestotrotz waren sie als Rasse und Nation beleidigt worden,
und dies war etwas, was sie nicht akzeptieren konnten und wollten.
Sie glaubten, dass durch solch ein Gesetz in den Vereinigten Staaten
ihr Rassen- und Nationalstolz beleidigt worden war.
Die Ideologie des Krieges basierend auf dem Marxismus
Trotz dieser gewaltigen Reaktionen in Japan wurde
das neue Einwanderungsgesetz in den Vereinigten Staaten verabschiedet.
Es ist keine Uebertreibung zu sagen, dass dies das einzige und wichtigste
Ereignis fuer die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan
vor Pearl Harbor war.
Indem man die zwei total inkompatiblen, politischen Klimata
im Westen und in Japan reflektierte, begannen
viele Politiker, politischen Denker und Journalisten offen und
heftigst ihre Ansichten gegen die Vereinigten Staaten auszudruecken.
Unter ihnen war, ohne Zweifel, der einflussreichste Mann, Kita Ikki.
Objetiv sprechend, war Kita Ikki ein interessanter Denker, der
den Marxismus mit der anti-westlichen Philosophie, dem Militarismus
und der japanischen Version von Rassismus kombinierte,
der sich als Reaktion aus dem westlichen Rassismus entwickelte.
Bereits im Jahre 1919, schrieb er ein Manifest,
in dem er vorschlug, dass Japan handeln soll.
Sein Hauptargument in Bezug auf den bevorstehenden Angriff
auf Pearl Harbor ist seine Aufteilung der Laender der Welt in zwei
Kategorien: Laender die haben, und Laender die nicht haben.
Hier wandte er die Marxistische Aufteilung der Leute
in solche, die haben (Kapitalisten) und solche
die nicht haben (Arbeiter) auf internationale Beziehungen an.
Auf dieser Grundlage begruendete er, dass ein Land, das nicht hat, wie Japan,
vollends berechtigt ist ein Land anzugreifen, das hat, wie die Vereinigten Staaten,
weil die Aufteilung der Resourcen in der Welt ungerecht ist.
Ein Land wie Japan waere vollkommen berechtigt
ein Land wie Vereinigten Staaten anzugreifen, genau
im selben Sinn, wie Arbeiter berechtigt waeren, Kapitalisten anzugreifen
und ein ungerechtes System mittels Revolution zu stuerzen.
Japan waere berechtigt Australien oder Russland
zu besetzen und die Menschen sollten unter japanischer Kontrolle "japanisiert" werden.
Dieses Dokument wurde in Japan verbannt, aber es wurde
im Jahre 1923 im Untergrund veroeffentlicht
und wurde von den Offizieren des japanischen Militaers mit grossen Interesse gelesen.
Die Entwicklung des Totalitaerismus in Japan
Neben Kita Ikki gab es viele einflussreiche Politiker
und politische Denker, die begannen gleiche oder aehnliche Ansichten
auszudruecken und in praktisch allen Faellen
wurden die Probleme der Welt zurueckgefuehrt auf Rassenkonflikte.
Nach ihner Meinung
versuchte der Westen die Welt mittels Rassismus zu regieren,
und aus diesem Grund werden kuenftige Kriege in dieser
Welt Kriege zwischen Rassen sein.
Wie oben bereits angefuehrt, fand im Jahre 1919 ein historisch
bedeutsames Treffen in Tokyo statt, um Rassismus und Ungerechtigkeit
in der Welt zu bekaempfen.
Innerhalb von fuenf Jahren nach diesem Treffen
bildeten sich viele politische Organisationen, die auf dieser
Art Ideologie basieren und praktisch die meisten
fuehrenden Politiker und politischen Denker in Japan mit einschliesst.
Als diese Individuen begannen, Japan stark unter ihrer Kontrolle zu haben,
wurden diejenigen, die gegen sie waren verfolgt
oder wurden gezwungen mit der Mehrheit zu gehen.
Auf diese Weise wurde Japan mehr und mehr einig
in Richtung auf die Vorbereitung eines Krieges gegen
den Westen, speziell gegen die Vereinigten Staaten.
Der Fehlschlag des letzten Versuchs den Krieg zu vermeiden
Den Vereinigten Staaten war diesen Entwicklung in Japan gut bekannt,
und Japan war die Tatsache ebenso gut bewusst, dass es keine
Moeglichkeit gibt einen Krieg gegen die Vereinigten Staaten
zu gewinnen. Aus diesem Grund diskutierten der Botschafter
Nomura von Japan und Staatssekretaer Hull die gespannte Situation
um einen Krieg zu vermeiden - aber ohne Erfolg.
Am 26. November 1941, unterbreiteten die Vereinigten Staaten
Japan einen letzten Vorschlag, den Japan entschlossen abwiess.
Am 7. Dezember, innerhalb von zwei Wochen
nach dem Erhalt des letzten Vorschlages der Vereinigten Staaten,
griff Japan Pearl Harbor an.
Es mag schwierig sein fuer Amerikaner zu verstehen, warum Japan Pearl Harbor angriff.
Aber es ist wichtig zu verdeutlichen, dass es eine heftige Reaktion in Japan
gegen den westlichen Rassismus war,
die die Japaner veranlasste auf diese Weise zu handeln wie sie es taten,
ohne die gewaltige Aufopferung zu bedenken, die sie in Folge akzeptieren muessten.
Viele menschlichen Aktionen sind unlogisch und irrational, und dies
ist sowohl auf individueller also auch auf internationaler Ebene so.
Ungluecklicherweise ist der Angriff von Pearl Harbor solch ein Beispiel.
Es muss angefuegt werden, dass die Japaner nicht alleine
in der Welt so handeln. Die Finnen sind auch gut in dieser Hinsicht.
Im Jahre 1939 und 1940, im sogenannten "Winterkrieg",
war Finnland entscheidend durch die Soviet-Union geschlagen worden.
Trotz dieser Realitaet war dieser Ausgang vorab fuer jeden offensichtlich,
einschliesslich der Finnen selbst, und trotzdem griff Finnland
die Soviet-Union im Jahre 1941 an, und zwar wegen ihres
extremen Zorns und Wut gegen die Soviet-Union.
Wenn man vertraut mit den historischen Fakten sind,
mag es ein wenig einfacher sein, zu verstehen, warum Japan Pearl Harbor angriff.
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